Gedenkveranstaltung und Führung zur Pogromnacht
Am 9. November 1938 gipfelte der organisierte staatliche Antisemitismus in einem schrecklichen Pogrom. In dieser Nacht kam es im ganzen Land zu massiven Gewalttaten gegen Jüdinnen und Juden, ihr Leben, ihre Geschäfte, ihre Wohnungen und ihre Synagogen. Auch in Schweinfurt wüteten die Nazis, hier erst am Morgen des 10. November 1938. Dieses Pogrom jährt sich in diesem Jahr zum 87. Mal und ist für die Schweinfurterinnen und Schweinfurter Anlass, an die Opfer des Holocaust, an die Zerstörung der Demokratie und an die Bedeutung der furchtbaren Ereignisse für die Gegenwart zu erinnern, in der es keine Hetze, keinen Hass und keine Zerstörung geben darf. Aggressiver Judenhass, Rassismus und menschenverachtendes Denken sind keine Relikte aus der Vergangenheit, sondern zeigen sich auch heute in Worten, Taten und stiller Zustimmu
Seit November 2024 gibt es an der Innenseite der Stadtmauer im Châteaudun-Park den Gedenkort „Denkzeichen. Sie lebten mitten unter uns“. An diesen Ort lädt die Initiative gegen das Vergessen in Zusammenarbeit mit den Walther-Rathenau-Schulen am Sonntag, 9. November 2025, um 11.30 Uhr, zu einer Gedenkveranstaltung ein. Poesie und Musik begleiten die Gedanken zur Erinnerung.
Die Initiative gegen das Vergessen bietet vor der Gedenkveranstaltung eine Stadtführung mit Dr. Gerhard Rauscher und Norbert Lenhard an. Es werden Erinnerungsorte aufgesucht, die Zeugnis ablegen von Ausgrenzung, Unterdrückung, Verfolgung und Ermordung jüdischer Bürgerinnen und Bürger in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Führung startet um 10 Uhr am Rückert-Denkmal auf dem Marktplatz und endet zum Beginn der Gedenkfeier um 11.30 Uhr an den „Denkzeichen“.
Für die Teilnahme am Gedenken ist keine Anmeldung erforderlich. Für die Führung bitte bei der Disharmonie unter 09721/28895 anmelden.
Die Führung ist kostenlos, über Spenden freut sich die Initiative gegen das Vergessen.